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Ein gutes Jahr beginnt mit Haltung

  • Autorenbild: Anita Glombik
    Anita Glombik
  • 25. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein Moment der stillen Einordnung. Weniger Aufbruchsstimmung, mehr Nachdenken. Gerade Menschen mit viel Lebens- und Berufserfahrung spüren zu Beginn eines neuen Jahres sehr deutlich, was nicht mehr passt. Gleichzeitig fehlt oft noch das klare Bild davon, wie es stattdessen weitergehen soll.


Ein Schreibtisch mit einem Blatt Papier, auf das jemand mit einem Füller eine "New Year's resolutions" Liste erstellt

Diese Unsicherheit ist kein Zeichen von Orientierungslosigkeit. Sie zeigt, dass jemand aufmerksam mit sich selbst umgeht. Wer innehält, nimmt wahr. Und wer wahrnimmt, beginnt bereits, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.


Erfahrung hilft nicht beim Vermeiden von Zweifel, sondern beim Umgang mit ihm


Viele Jahre Berufserfahrung führen nicht dazu, dass Entscheidungen leichter werden. Sie führen dazu, dass wir wissen, was auf dem Spiel steht. Zweifel gehören deshalb dazu. Nicht als Hindernis, sondern als Begleiter.

Menschen über 55 haben Wandel erlebt. Sie haben Krisen gemeistert, Verantwortung getragen und Entscheidungen getroffen, ohne alle Antworten zu kennen. Genau darin liegt ihre Stärke. Sie wissen, dass Unsicherheit kein Ausnahmezustand ist, sondern Teil des Lebens.


Warum Warten selten Klarheit bringt


In Gesprächen zeigt sich immer wieder der Wunsch nach Sicherheit, bevor ein Schritt getan wird. Nach einem inneren Gefühl von Stimmigkeit, bevor gehandelt wird. Doch Klarheit entsteht selten im Voraus, sie entwickelt sich durch Bewegung.

Wer zu lange wartet, verliert oft nicht sofort etwas Greifbares. Aber mit der Zeit geht etwas verloren, das schwerer zu benennen ist. Lebendigkeit. Gestaltungswille. Vertrauen in die eigene Wirksamkeit.

Ein gutes Jahr entsteht nicht durch perfekte Planung. Es entsteht dadurch, dass jemand bereit ist, sich einzubringen. Mit dem Wissen von heute und mit der Erfahrung von gestern.


Welche Haltungen handlungsfähig machen


Es braucht keine radikalen Neuanfänge. Was trägt, sind innere Entscheidungen, die Orientierung geben:

  • Zuversicht, die auf Erfahrung beruht und nicht auf Wunschdenken

  • Mut, auch dann zu handeln, wenn nicht alles geklärt ist

  • Humor, um Druck herauszunehmen und sich selbst nicht zu verkrampft zu begegnen


Diese Haltungen lassen sich nicht vornehmen. Sie entstehen, wenn jemand Verantwortung für das eigene Jahr übernimmt.


Verantwortung heißt, nicht außen vor zu bleiben


Ein neues Jahr verlangt keine großen Gesten, sondern es verlangt Präsenz. Die Bereitschaft, sich nicht aus dem eigenen Leben herauszuhalten. Wer sich einbringt, gestaltet, auch mit kleinen Schritten.

Vielleicht beginnt ein gutes Jahr genau dort, wo jemand entscheidet, nicht länger zu warten, bis alles sicher erscheint.


Austausch stärkt Haltung


In der Community Karriere 55+ begegnen sich Menschen, die genau an diesem Punkt stehen. Sie möchten nicht konsumieren, sondern gestalten. Nicht klagen, sondern verstehen. Nicht allein bleiben mit ihren Frage

Der Austausch mit anderen, die ähnliche Lebensphasen erleben, schafft Orientierung und Stabilität. Erfahrungen werden geteilt, Perspektiven erweitert und Entscheidungen klarer. Nicht durch fertige Antworten, sondern durch ehrliche Gespräche.

Zukunft entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Auch gemeinsam.

 
 
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