Sichtbar machen, was gelebt wird
- Anita Glombik

- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Das Siegel „Altersdiverser Arbeitgeber“
Altersdiversität wird inzwischen in vielen Leitbildern erwähnt. Auf Karriereseiten
liest man von Vielfalt, Wertschätzung und generationenübergreifender
Zusammenarbeit. Doch zwischen Anspruch und gelebter Praxis liegt oft eine spürbare Distanz. Genau hier setzt das Siegel „Altersdiverser Arbeitgeber“ an. Es soll nicht die lautesten Versprechen auszeichnen, sondern Unternehmen sichtbar machen, in denen Altersvielfalt tatsächlich im Alltag verankert ist – als gelebte Haltung.

Nominierung und Vorauswahl
Die Nominierung erfolgt über Mitglieder der Community „Karriere 55+“, die ich als Gründerin und Initiatorin repräsentieren darf. Vorschlagende bewerten das jeweilige Unternehmen anhand klar definierter Kriterien und begründen in einem kurzen Freitext, warum es die Anforderungen erfüllt. Grundlage sind drei Dimensionen:
Haltung gegenüber älteren Mitarbeitenden
konkrete unterstützende Maßnahmen
Vorbildwirkung nach innen und außen
Im Anschluss findet ein persönliches Gespräch mit mir statt, in dem geprüft wird, ob die benannten Aspekte in der Praxis nachvollziehbar sind. Die Entscheidung über eine Auszeichnung erfolgt dabei ohne anfallende Kosten für die entsprechenden Unternehmen.
Die ersten Auszeichnungen
Zum Start der Initiative wird das Siegel vor Ort von mir persönlich vergeben. Inzwischen wurden die ersten drei Unternehmen damit ausgezeichnet. Sie wurden nicht durch eine öffentliche Bewerbungskampagne ausgewählt, sondern auf konkrete Vorschläge aus dem
Netzwerk heraus nominiert, teilweise durch eigene Mitarbeitende. Dieser Weg ist bewusst gewählt. Altersfreundlichkeit zeigt sich häufig dort am klarsten, wo Mitarbeitende selbst sagen: Hier werde ich gesehen. Hier zählt meine Erfahrung.
Hier habe ich Perspektiven.
Die Rolle der Community
Das Siegel ist eng mit der Community „Karriere 55+“ verbunden. Auf dieser Plattform tauschen sich Menschen über berufliche Perspektiven, Übergänge und Gestaltungsmöglichkeiten jenseits der 55 aus. Dort entstehen Gespräche, die deutlich machen, wo Altersdiversität gelingt und wo sie noch nur auf dem Papier steht.



